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regulacje operacje PHS Magnum

Checkliste für Siloauflieger-Fahrer – Pellet Loss Prevention

Beladung eines Siloaufliegers mit Granulat — PPLP-konforme Verfahren, PHS Magnum

Kurz gefasst

Praktische Kontrollliste für den Fahrer eines Siloaufliegers, der Kunststoffgranulat (PE, PP, PET, ABS, R-PET, R-HDPE usw.) gemäß der Verordnung (EU) 2025/2365 zur Vermeidung von Kunststoffpelletverlusten transportiert. Die Liste deckt den gesamten Zyklus ab: vor der Abfahrt von der Basis, während der Beladung, unterwegs, bei der Entladung, nach dem Zyklus. Zeitaufwand: ca. 15–20 Minuten pro vollständigem Zyklus. Bordausrüstung: Schaufel, Beutel, Trichter, Klebestreifen, Handschuhe. Dokumentation: Zyklenregister, Ereignisbericht (bei Verschüttung).


Bordausrüstung — das muss auf jedem Siloauflieger sein

Die PPLP-Verordnung verpflichtet den Transportunternehmer zur Ausrüstung zum Auffangen und Beseitigen von Verschüttungen. Minimum:

  • Schaufel — am besten eine große aus Metall oder Kunststoff, zum Aufsammeln von Verschüttungen auf harten Oberflächen
  • Besen — mit steifen Borsten (zum Zusammenkehren der Pellets; nicht aus Stroh — verstreut die Pellets)
  • Sammelbeutel — 25–50 L, typisch 5–10 Stück an Bord, gekennzeichnet als “Rückgewinnungspellets — Entsorgung”
  • Trichter — zum Umfüllen der aufgesammelten Pellets von der Schaufel/dem Kehrgut in den Beutel
  • Klebestreifen — für kleine Verschüttungen auf unebenen Oberflächen (z. B. Asphalt, Bordsteine)
  • Arbeitshandschuhe — ein Paar an Bord
  • Eimerartiger Behälter — optional, zum Aufsammeln in nasser Umgebung

Das komplette Set passt in den Seitenkasten des Siloaufliegers. Kontrolle wöchentlich oder nach jedem Gebrauch — Austausch von Verschlissenem, Auffüllen von Fehlbeständen.

Kontrollliste — vor der Abfahrt von der Basis

# Tätigkeit Ergebnis OK
1 Zustand der Bordausrüstung prüfen (Set vollständig) [ ]
2 Dichtheit der Entladeventile prüfen (Muttern angezogen) [ ]
3 Dichtungen der Domdeckel prüfen (visuell: keine Risse, Elastizität erhalten) [ ]
4 Dichtheit der Belüftungskissen prüfen (Sichtkontrolle) [ ]
5 Dokumentenkontrolle: CMR, SDS des Materials (bei ADR), Zyklenregister [ ]
6 Druck der Pneumatikanlage prüfen (Hilfsversorgung) [ ]
7 Reinheitszertifikat der Kammer aus dem vorherigen Zyklus — unterschrieben [ ]

Jedes “Ja” → nächster Schritt. “Nein” an irgendeinem Punkt = Meldung an den Disponenten, Reparatur oder Austausch des Siloaufliegers.

Kontrollliste — während der Beladung beim Versender

# Tätigkeit Ergebnis OK
1 Meldung beim Ladeoperator — Vorlage des Reinheitszertifikats [ ]
2 Prüfung des Anschlusses des Beladerohrs (Klemme, Dichtung) [ ]
3 Kontrolle des Bereichs unter dem Siloauflieger während der Beladung (tropft nichts?) [ ]
4 Prüfung der Ventildichtheit nach der Beladung [ ]
5 Sichtkontrolle des Bereichs nach dem Abnehmen des Rohrs — Pellets am Boden? [ ]
6 Falls Pellets am Boden → Aufsammeln vor der Abfahrt [ ]
7 Unterschrift des CMR mit Foto der Ladung (e-CMR) [ ]
8 Entgegennahme des Materialzertifikats (Chargennummer, Dichte, Food-Grade falls zutreffend) [ ]

Kontrollliste — unterwegs

Kontrollpunkt alle 200–300 km oder nach jeder Pause:

# Tätigkeit Ergebnis OK
1 Sichtkontrolle des Siloaufliegers von außen — keine Verschüttungen [ ]
2 Kontrolle der Entladeventile — kein Spiel, keine Leckage [ ]
3 Kontrolle der Flanschverbindungen (sofern sichtbar) [ ]
4 Kontrolle der Belüftungskissen (sofern visuell zugänglich) [ ]
5 Kontrolle des Parkplatzbereichs nach der Abfahrt — keine Pellets zurückgelassen [ ]

Bei Feststellung einer Verschüttung → Reaktionsverfahren (Abschnitt unten).

Kontrollliste — bei der Entladung beim Empfänger

# Tätigkeit Ergebnis OK
1 Meldung beim Entladeoperator, Festlegung des Verfahrens [ ]
2 Prüfung des Anschlusses des Entladerohrs [ ]
3 Öffnen des Ventils in Anwesenheit des Operators des Empfängers [ ]
4 Kontrolle der Pneumatikanlage (Druck, Durchfluss) [ ]
5 Kontrolle des Bereichs unter dem Siloauflieger während der Entladung [ ]
6 Nach der Entleerung — Kontrolle, ob nichts in der Kammer verblieben ist [ ]
7 Schließen der Ventile, Verstauen des Rohrs [ ]
8 Sichtkontrolle des Bereichs nach dem Abnehmen des Rohrs [ ]
9 Aufsammeln eventueller Pellets (falls verschüttet) [ ]
10 Unterschrift des CMR durch den Empfänger, Eintrag in das Zyklenregister [ ]

Kontrollliste — nach dem Zyklus (vor der nächsten Ladung)

# Tätigkeit Ergebnis OK
1 Eintrag in das Zyklenregister (Datum, Material, Belade-/Entladeort, Unterschrift) [ ]
2 Ausblasen der Kammer mit trockener Druckluft (bei Materialwechsel) [ ]
3 Nasswäsche (nur bei Kategoriewechsel — z. B. Food → Non-Food) [ ]
4 Sichtkontrolle der Kammer am Domdeckel [ ]
5 Ausstellung des Reinheitszertifikats für den nächsten Zyklus [ ]
6 Ereignisbericht (falls Verschüttungen aufgetreten sind) an den Disponenten [ ]
7 Auffüllen der Bordausrüstung (Beutel, Klebestreifen, Handschuhe) [ ]

Reaktionsverfahren bei Pelletverschüttung

Schritt 1: Anhalten Den Siloauflieger an einem sicheren Ort anhalten. Die Fahrt nicht fortsetzen — Pellets außen können weiter verstreut werden.

Schritt 2: Lokalisierung der Quelle Typische Leckagestellen prüfen:

  • Entladeventile (nicht angezogen, beschädigte Dichtung)
  • Domdeckel (lose Schrauben, gerissene Dichtung)
  • Flanschverbindungen (Risse, Korrosion)
  • Belüftungskissen (gerissen)

Schritt 3: Provisorische Abdichtung Wenn die Leckage ein lockeres Ventil oder Schrauben sind — nachziehen. Bei gerissener Dichtung — mit Dichtpflaster oder Dichtband umwickeln oder gegen ein Ersatzteil tauschen (falls an Bord).

Schritt 4: Aufsammeln der verschütteten Pellets Die Bordausrüstung verwenden. Aufgesammelte Pellets → Beutel “Rückgewinnungspellets — Entsorgung”.

Schritt 5: Kontakt mit dem Disponenten Das Ereignis sofort melden. Der Disponent entscheidet, ob:

  • Die Fahrt fortgesetzt wird (kleiner Vorfall, Reparatur wirksam)
  • Assistenz gerufen wird (größerer Vorfall, mobiler Servicebetrieb erforderlich)
  • Ein mobiler LKW-Service unterwegs beauftragt wird (größere Reparatur)

Schritt 6: Dokumentation Nach Beherrschung der Situation:

  • Eintrag in das Ereignisregister (Datum, Ort, Beschreibung, Maßnahmen, Menge der aufgesammelten Pellets)
  • Foto der Leckagequelle
  • Foto der Stelle nach der Reinigung
  • E-Mail-Bericht an den Sicherheitskoordinator in der Basis

Schritt 7: Nach der Rückkehr zur Basis

  • Service des Siloaufliegers — Reparatur der Leckagequelle
  • Analyse des Ereignisses — hat das Verfahren funktioniert, sind Korrekturen nötig
  • Aufgesammelte Pellets — Entsorgung gemäß Verfahren (Recycling wenn sauber, Abfall wenn verschmutzt)

Häufigste Fehler

Keine Kontrolle zwischen den Zyklen — der Fahrer fährt die nächste Ladung ohne Prüfung der Kammerreinheit. Folge: Kontamination der Charge, Ablehnung beim Empfänger, Kosten von mehreren zehntausend Euro pro Charge.

Auslassen des Reinheitszertifikats — der Transportunternehmer stellt das Dokument nicht aus, der Versender protestiert. Folge: Verlust des Auftrags, schlechterer Ruf.

Fehlende Bordausrüstung — der Fahrer fährt ohne Schaufel/Beutel. Folge: Nichtkonformität mit PPLP, keine Reaktion auf Verschüttung, Verwaltungsstrafe ab ca. 2027.

Nichtmelden von Verschüttungen — der Fahrer räumt auf und meldet nichts. Folge: keine Daten für die Systemanalyse, wiederholte Vorfälle aus derselben Ursache.

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Über den Autor

Der Inhalt wurde vom Team von PHS Magnum in Zusammenarbeit mit Aleksy Pasternak erstellt — Managing Partner des Unternehmens, Experte für Schüttguttransport mit 35 Jahren Erfahrung im Handel mit Kunststoffgranulaten, Rezyklaten und Industriemineralien in der EU. Aleksy veröffentlicht Branchenanalysen auf dem Expertenportal pasternak.me , wo Sie weitere Beiträge zu regulatorischen Themen (PPLP, PPWR, OCS), technischen Themen (Siloauflieger, TDT) und operativen Themen (Big-Bag-Umschlag, Konfektionierung) finden.

Quellen

DEKRA ISO 9001:2015 Qualitätsmanagement Zertifikat — PHS Magnum

ISO 9001:2015

4 km von der Autobahn A4

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