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R-PET-Transport per Silo – Unterschiede zu Virgin-PET

Pneumatischer Siloauflieger nach Renovierung — dediziert für den Transport von R-PET in Food-Grade, PHS Magnum

Kurz gefasst

R-PET (Rezyklat aus Polyethylenterephthalat) wird mit denselben pneumatischen Siloaufliegern transportiert wie Virgin-PET, aber mit größerer verfahrenstechnischer Strenge: dedizierte Food-Grade-Flotte, dokumentierte Ladungshistorie, Chargenrückverfolgbarkeit, Reinheitszertifikat für jeden Zyklus. Technische Unterschiede minimal: Pelletdichte praktisch identisch, die Ladungstemperatur kann erhöht sein (40–60 °C nach der Depolymerisation), die Feuchtigkeitsempfindlichkeit größer (PET ist hygroskopisch). Nach dem durch die PPWR erzwungenen Rezyklatanteil (30 % in PET-Flaschen ab 2030, 65 % ab 2035) — wird das R-PET-Transportsegment das am schnellsten wachsende in der EU sein.


Drei Arten von R-PET und ihre Charakteristik

Mechanisches R-PET (physikalisches Recycling)

Prozess: Farbsortierung der Flaschen → Mahlen zu Flakes → Waschen → Trocknen → Regranulierung im Extruder. Ergebnis: Pellets etwas weniger einheitlich als Virgin, leichte Verfärbungen möglich.

Anwendung: Non-Food-Verpackungen, Textilfasern, Umreifungsbänder. Preis: 5–15 % unter Virgin.

R-PET Food-Grade

Prozess: mechanisches R-PET, das einen Super-Clean-Prozess durchläuft (erhöhte Temperaturen, verlängertes Vakuum, Dekontamination). Ergebnis: Pellets, die die EFSA-Normen für den Lebensmittelkontakt erfüllen.

Anwendung: Getränkeflaschen, Lebensmittelverpackungen. Preis: auf Virgin-Niveau oder darüber (Segment mit PPWR-getriebener Nachfrage).

Chemisches R-PET (Depolymerisation)

Prozess: PET-Abfall → chemische Reaktion (Glykolyse, Methanolyse) → Monomer → erneute Polymerisation → Pellets identisch mit Virgin. Ergebnis: Qualität 100 % Virgin, akzeptiert von allen Food-Grade-Zertifikaten.

Anwendung: jede Virgin-PET-Anwendung. Preis: anfangs über Virgin (junge Technologie), Prognose 2027–2030: Parität mit Virgin.

Alle drei Arten werden mit pneumatischen Siloaufliegern transportiert, genau wie Virgin-PET. Die Unterschiede liegen auf der Verfahrensebene, nicht bei der Ausrüstung.

Vier zentrale operative Unterschiede

1. Chargenrückverfolgbarkeit

Jede R-PET-Charge hat eine Chargennummer aus dem Recyclingwerk, ein Produktionsdatum, ein Zertifikat über den Rezyklatgehalt (PCR Content), gegebenenfalls ein Food-Grade-Zertifikat. Der Transporteur muss diese Daten in das CMR eintragen und dem Empfänger übergeben.

Das digitale CMR (e-CMR) wird ab 2026 zum Standard — das System übermittelt die Chargendaten automatisch zusammen mit einer Beladungsfotografie.

2. Reinheitszertifikat des Siloaufliegers

Vor der Beladung von R-PET (insbesondere Food-Grade) verlangt der Versender oft ein Reinheitszertifikat des Siloaufliegers — ein vom Transporteur ausgestelltes Dokument mit: der Historie der letzten 3–5 Ladungen, Datum und Art der letzten Reinigung, einer vom Fahrer unterschriebenen Sichtkontrolle der Kammer.

Bei Food-Grade-dedizierten Siloaufliegern — ist die Historie langfristig (das Fahrzeug hat seit dem Kauf ausschließlich Food-Grade transportiert).

3. Ladungstemperatur

R-PET frisch aus dem Depolymerisationsprozess kann eine Temperatur von 40–60 °C haben. Standard-Siloauflieger aus Aluminium und Edelstahl tolerieren diese Temperatur. Die Konstruktionskunststoffe des Siloaufliegers (EPDM- oder Silikondichtungen, Belüftungspads aus PTFE/PP) müssen die richtige Temperaturklasse haben — die meisten Komponenten standardmäßig bis 100 °C.

Manche Versender bevorzugen die vollständige Abkühlung der Charge auf Umgebungstemperatur vor dem Versand (12–48 h Lagerung im Lager) — dann gibt es keine zusätzlichen thermischen Anforderungen.

4. Feuchtigkeit

PET ist hygroskopisch — es nimmt Luftfeuchtigkeit auf. Feuchtigkeit im R-PET erhöht den Wassergehalt in der finalen Verpackung und degradiert die mechanischen Eigenschaften (Hydrolyse).

Verfahren: Ausblasen des Siloaufliegers mit trockener Druckluft zwischen den Zyklen (niemals mit Wasser). Trocknung der Ladung im Werk des Empfängers vor der Verwendung.

Kammersauberkeit — das größte Risiko

Die Kontamination von R-PET durch Reste anderer Materialien ist das größte Transportrisiko. Konsequenzen:

  • PVC-Kontamination: verändert die Farbgebung, senkt die Schmelztemperatur, macht R-PET für transparente Flaschen unbrauchbar
  • Kontamination durch Polyolefine (PE/PP): erzeugt undurchsichtige Flecken in der finalen Flasche, Charge zurückgewiesen
  • Kontamination durch Non-Food-Materialien: disqualifiziert die Charge aus dem Food-Grade-Segment

Verfahren von PHS Magnum für R-PET-Food-Grade-Siloauflieger:

  1. Dedizierte Fahrzeuge (gesamte Ladungshistorie = ausschließlich Food-Grade)
  2. Ausblasen mit trockener Druckluft zwischen jedem Zyklus
  3. Sichtkontrolle der Kammer am Mannloch, am Entladeventil, an den Belüftungspads
  4. Eintrag ins Zyklenregister (Datum, Ladung, Ort, Fahrer, Unterschrift)
  5. Reinheitszertifikat auf Anfrage des Versenders (Standard ISO 9001:2015)

Nassreinigung wenden wir ausschließlich beim Kategorienwechsel an (z. B. nach dem Transport von R-HDPE Non-Food, vor dem nächsten R-PET Food). Die Reinigung erfordert 24–48 h Trocknungszeit.

Anforderungen der Versender — Checkliste

Was der Versender im Auftrag für einen R-PET-Food-Grade-Transport festhalten sollte:

  • Anforderung eines Food-Grade-dedizierten Siloaufliegers (gesamte Ladungshistorie)
  • Reinheitszertifikat der Kammer am Beladetag
  • Maximale Ladungstemperatur bei der Beladung (typischerweise 50 °C)
  • Feuchtigkeitsanforderungen (typischerweise: Ladung aus klimatisiertem Lager)
  • Chargenrückverfolgbarkeit (Chargennummer, PCR-Content-Zertifikat)
  • Digitales CMR mit Beladungsfotografie
  • Fahrer geschult in PPLP-Verfahren (Verordnung 2025/2365)
  • Zertifikate des Transporteurs: ISO 9001, OCS, RecyClass, ISCC PLUS

Was PHS Magnum im R-PET-Segment bietet

  • Dedizierte Food-Grade-Siloauflieger — ausgewählte Einheiten der Flotte von 31, dediziert für Food-Grade-Granulate
  • Reinheitsverfahren — konform mit ISO 9001:2015 und den OCS-Leitlinien
  • Zyklenrückverfolgbarkeit — Register jedes Zyklus Beladung–Transport–Entladung
  • Routengeografie — 4 km von der A4, 180 km von der deutschen Grenze; Routen PL→DACH in 12–24 h
  • PPLP-geschulte Fahrer — ab 2025 verpflichtende Schulungen zu den Verfahren der Verordnung 2025/2365

Kontakt: biuro@magnumchorula.pl, +48 602 716 551.

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Über den Autor

Der Inhalt wurde vom Team von PHS Magnum in Zusammenarbeit mit Aleksy Pasternak erstellt — Managing Partner des Unternehmens, Experte für Schüttguttransport mit 35 Jahren Erfahrung im Handel mit Kunststoffgranulaten, Rezyklaten und Industriemineralien in der EU. Aleksy veröffentlicht Branchenanalysen auf dem Expertenportal pasternak.me, wo Sie weitere Beiträge zu regulatorischen (PPLP, PPWR, OCS), technischen (Siloauflieger, TDT) und operativen Themen (Big-Bag-Umschlag, Konfektionierung) finden.

Quellen

DEKRA ISO 9001:2015 Qualitätsmanagement Zertifikat — PHS Magnum

ISO 9001:2015

4 km von der Autobahn A4

180 km von der deutschen Grenze

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