Kurz zusammengefasst
Die TDT-Prüfung eines Siloaufliegers ist alle 3 oder 6 Jahre Pflicht (je nach Umfang) und umfasst den Druckbehälter, die Armatur, Sicherheitsventile und Kalibrierungsdokumentation. Eine Ablehnung durch den Prüfer bedeutet Betriebsverbot und Mehrkosten — deshalb ist die frühzeitige Vorbereitung entscheidend: Behälterreinigung, Tausch verschlissener Armaturenteile und Sammeln aktueller Kalibrierungszertifikate. PHS Magnum in Chorula führt die komplette TDT-Vorbereitung durch und organisiert die Prüfung mit dem Prüfer vor Ort in der Werkstatt.
Die TDT-Prüfung ist einer jener Termine, den jeder Siloaufliegerbetreiber auswendig kennt. Zu Recht — ein Fahrzeug ohne gültigen Prüferstempel darf keine Schüttgüter unter Druck transportieren. Und dennoch kommen jedes Jahr Siloauflieger zu uns, deren Eigentümer überrascht sind: „Ich dachte, es bleibt noch mehr Zeit." Das Ergebnis? Stillstand, eilige Reparaturen und nervöse Gespräche mit dem Disponenten.
Dieser Leitfaden erklärt Schritt für Schritt, was zu tun ist, damit die TDT-Prüfung reibungslos verläuft — und damit der Prüfer die Werkstatt mit einem aufgeklebten Aufkleber verlässt, nicht mit einer Liste zu behebender Mängel.
Was ist TDT und warum ist sie wichtig?
TDT — Transportowy Dozör Techniczny (Technische Transportaufsicht) — ist eine polnische Technische Aufsichtsbehörde, das Straßenfahrzeug-Äquivalent des deutschen TÜV. Sie führt Pflichtprüfungen von Druckbehältern an Aufliegern und Tankfahrzeugen durch.
Ein Siloauflieger ist ein Fahrzeug mit einem registrierten Druckbehälter. Beim Entladen von PE/PP-Granulat oder Mehl wird ein Überdruck von 0,5–2,5 bar erzeugt, der den Materialfluss in das Silo des Empfängers ermöglicht. Ein Druckbehälter ist eine potenzielle Gefahrenquelle — daher die Überwachung.
Konsequenzen einer abgelaufenen TDT-Prüfung:
- Fahrzeugkontrolle durch Straßenkontrollbehörden mit Stilllegung
- Fahrverbot bis zur erneuten Prüfung
- Bußgeld für Fahrer und Beförderer
- Zivilrechtliche Haftung im Schadensfall (abgelaufene Prüfung = ungültige Versicherung)
Arten der TDT-Prüfung für Siloauflieger
TDT-Prüfungen für Siloauflieger sind in zwei Typen mit unterschiedlichen Häufigkeiten eingeteilt:
| Prüfungsart | Häufigkeit | Umfang |
|---|---|---|
| Äußere Prüfung | Alle 3 Jahre | Äußere Behälterkontrolle, Druckprobe, Armatur, Dokumentation |
| Innere Prüfung | Alle 6 Jahre | Wie äußere + Öffnung des Behälters, Innenkontrolle, Schweißnähte |
Die innere Prüfung ist aufwendiger — der Behälter muss vollständig entleert, gereinigt und von innen zugänglich sein. Sie erfordert auch mehr Werkstattvorbereitung.
Checkliste vor der TDT-Prüfung
1. Dokumente — rechtzeitig sammeln
- Behälterprüfbuch — bei der Erstregistrierung des Fahrzeugs ausgestellt, enthält die gesamte Prüfgeschichte. Ohne es findet keine Prüfung statt.
- Aktuelle Kalibrierungszertifikate für Manometer — jedes Manometer am Auflieger muss ein gültiges Kalibrierungszertifikat haben (meist 1–2 Jahre gültig). Bei Ablauf — Gerät zur Rekalibrierung einschicken oder austauschen.
- Kalibrierungszertifikate für Sicherheitsventile — wie Manometer müssen Sicherheitsventile kalibriert und verplombt sein.
- CE-Dokumentation des Behälters — Werkszertifikate (meist im Prüfbuch).
2. Behälter — physische Vorbereitung
Der TDT-Prüfer muss einen sauberen Behälter sehen — nicht nur von außen, bei innerer Prüfung auch von innen.
Was wir bei PHS Magnum tun:
- Entleerung des Behälters von Laderresten
- Pneumatische Innenreinigung
- Entfernung von Verklumpungen und Ablagerungen
- Kontrolle des Zustands der Innenbeschichtung (Korrosion, Kratzer)
- Überprüfung und Reinigung der Ein- und Auslässe
3. Armatur — was vorab zu prüfen ist
Hier werden vom TDT-Prüfer am häufigsten Mängel festgestellt. Es lohnt sich, jedes Bauteil vor seiner Ankunft zu überprüfen:
Sicherheitsventile: Müssen sich beim richtigen Druck öffnen (gemäß Dokumentation) und nach der Kalibrierung verplombt sein. Eine beschädigte Plombe ist ein sofort disqualifizierender Mangel.
Kugel- und Schmetterlingsventile: Keine Leckage bei geschlossenem Zustand, reibungslose Betätigung, keine Korrosion an der Spindel. PTFE-Dichtungen — austauschen, wenn abgeflacht oder mit Ablagerungen überzogen.
Manometer: Aktuelle Kalibrierung (Datum auf Zifferblatt oder Aufkleber), kein Riss im Gehäuse, Zeiger bei null ohne Druck.
Schläuche und Verbindungen: Keine Risse, Abrieb oder Korrosion an den Armaturen. Schläuche mit überschrittenem Verwendungszeitraum — austauschen.
4. Behälteraußenseite — Korrosion und Schweißnähte
Der Prüfer kontrolliert den äußeren Behälterzustand: Korrosion, Verformungen, Schweißnahtrisse. Ein Rostfleck am Behälter ist ein Warnsignal — der Prüfer kann Sandstrahlen und eine Bewertung der Korrosionstiefe verlangen.
PHS Magnum führt durch:
- Oberflächenstrahlen vor der Prüfung
- Ultraschall-Wanddickenmessung (besonders bei Lochkorrosion)
- Schweißnahtreparartur vor Ort
Wie läuft eine TDT-Prüfung bei PHS Magnum ab?
Bei PHS Magnum organisieren wir TDT-Prüfungen vor Ort in der Werkstatt — der Prüfer kommt nach Chorula. Das Verfahren:
- Terminplanung — wir vereinbaren einen Termin mit dem Kunden und beauftragen den TDT-Prüfer (mindestens 1–2 Wochen Vorlauf)
- Fahrzeugannahme — 1–3 Tage vor der Prüfung: Reinigung, Armaturkontrolle, kleinere Reparaturen
- Prüfung — Prüfer führt die Kontrolle durch (2–4 Stunden), Druckprobe
- Eintrag ins Prüfbuch — ohne Mängel: Eintrag und Aufkleber; mit Mängeln: Mängelliste und erneuter Prüfungstermin
- Reparatur und Nachprüfung — falls nötig, führen wir die Reparatur vor Ort durch und vereinbaren einen Folgebesuch des Prüfers
Typische Ablehnungsgründe bei TDT — und wie man ihnen vorbeugt
Aus unserer Serviceerfahrung sind die häufigsten disqualifizierenden Mängel:
| Mangel | Vorbeugungsmaßnahme |
|---|---|
| Abgelaufene Manometer-Kalibrierung | Daten alle 12 Monate prüfen, tauschen oder rekalibrieren |
| Beschädigte Sicherheitsventil-Plombe | Plomben nicht berühren; nach jedem Armaturservice rekalibrieren |
| Korrosion an Schweißnähten | Jährliche Sichtinspektion, alle 3–5 Jahre Strahlen |
| Kugelventil undicht bei Schließung | Dichtung bei jeder Saisonwartung tauschen |
| Fehlendes Prüfbuch | Im Fahrzeug oder beim Disponenten aufbewahren — nie ohne senden |
| Gerissener Pneumatikschlauch | Schläuche bei jeder Wartung prüfen — nach 5–7 Jahren tauschen |
Wann mit den Vorbereitungen beginnen?
3–4 Wochen vor der Prüfung: Termin bei PHS Magnum buchen, Dokumente sammeln, Kalibrierungsdaten von Manometern und Ventilen prüfen.
1–2 Wochen vorher: Fahrzeug anliefern. Wir führen eine Vorabinspektion durch und diagnostizieren Reparaturbedarf. Fehlende Teile werden bestellt.
2–3 Tage vorher: Letzte Behälterreinigung, abschließende Reparaturen, Dokumentation zusammenstellen.
Tag der Prüfung: Prüfer führt die Kontrolle durch. Bei guter Vorbereitung — fertig noch am selben Tag.
Zusammenfassung
Die TDT-Prüfung ist kein Problem für regelmäßig gewartete Siloauflieger — es ist eine Routineformalität. Probleme entstehen, wenn Wartungen zwischen den Prüfungen vernachlässigt werden.
Wenn Sie sicher sein wollen, dass Ihr Siloauflieger die Prüfung ohne Ablehnung besteht — rufen Sie uns rechtzeitig an. Vorabinspektion, Armaturenreparaturen, Behälterreinigung und Terminorganisation für den TDT-Prüfer — alles aus einer Hand.
PHS Magnum liegt nur 180 km von der deutschen Grenze entfernt — direkt an der Autobahn A4.
Tel: +48 602 716 551 | Roland Sobota (TDT-Prüfungen): +48 504 788 385
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