Kurz zusammengefasst
Die Legalisierung von Sicherheitsventilen und Manometern für Siloauflieger ist eine TDT-Anforderung — der Prüfer prüft bei jeder Druckbehälterinspektion die Gültigkeitsdaten der Kalibrierungszertifikate. Ein Sicherheitsventil mit beschädigter Plombe oder abgelaufener Legalisierung sowie ein Manometer ohne aktuelles Kalibrierungszertifikat sind unmittelbare Ablehnungsgründe — das Fahrzeug besteht die Prüfung nicht.
PHS Magnum führt Austausch, Einstellung und Legalisierung der Pneumatikarmatur vor Ort in Chorula durch. Optimal kombiniert mit der TDT-Druckbehälterprüfung — ein Aufenthalt, vollständige Armaturkonformität.
Warum Ventillegalisierung so kritisch ist
Ein Sicherheitsventil ist eines der wichtigsten Sicherheitselemente eines Siloaufliegers — es schützt den Druckbehälter vor Überschreitung des maximal zulässigen Drucks. Der Betriebsdruck in Siloaufliegern beim Entladen liegt typisch bei 1,5–2,5 bar. Der Ansprechdruck des Sicherheitsventils ist auf 10–20% über dem Betriebsdruck eingestellt (typisch 2,0–3,0 bar) und in der Behälterdokumentation festgelegt.
Ein Ventil, das sich nicht öffnet (verkalkt, verharzt) oder das beim falschen Druck öffnet, bietet keinen Schutz — oder es öffnet zu früh und macht effizientes Entladen unmöglich. Beides ist problematisch. Die regelmäßige Legalisierung stellt sicher, dass das Ventil seinen eingestellten Ansprechdruck tatsächlich hält.
Zu leganisierende / kalibrierende Komponenten
Sicherheitsventile (Überdruckventile)
TDT-Anforderungen an Sicherheitsventile:
- Ansprechdruck: gemäß Behälterdokumentation — typisch 2,0–3,0 bar
- Plombe: nach jeder Kalibrierung/Legalisierung — muss unversehrt sein; beschädigte Plombe = Ablehnungsgrund
- Gültigkeitsdatum: auf Plombe oder Aufkleber sichtbar und nicht abgelaufen
- Fabrikat und Typ: müssen mit der Behälterdokumentation übereinstimmen
Typische Kalibrierfrequenz je nach Hersteller und Behälterdokumentation: alle 12 oder 24 Monate.
Was passiert wenn ein Ventil nicht kalibriert werden kann? Stark korrodierte, beschädigte oder nicht mehr spezifikationsgerechte Ventile werden nicht kalibriert — sie werden durch ein neues, dem Behälterdatenblatt entsprechendes Ventil ersetzt. PHS Magnum hält Ersatzventile für Spitzer-, Feldbinder-, Kassbohrer- und Berning-Auflieger auf Lager.
Manometer
TDT-Anforderungen an Manometer in Siloaufliegern:
- Kalibrierungszertifikat: von einem akkreditierten Labor (nicht jeder Servicebetrieb ist berechtigt)
- Gültigkeitsdatum: in der Regel 1 oder 2 Jahre ab Kalibrierungsdatum
- Physischer Zustand: kein Gehäuseriss, keine beschlagene Scheibe, Zeiger bei null ohne Druck
- Messbereich: muss dem Betriebsdruck entsprechen (typisch 0–6 bar für Siloauflieger)
Abgelaufenes oder beschädigtes Manometer: Ersatz ist obligatorisch. Ein Manometer mit zweifelhafter Anzeige ist im Betrieb gefährlich — der Fahrer kann den Behälterdruck nicht korrekt ablesen.
Weitere Armaturen
Je nach Aufliegerbauart können weitere Komponenten prüfpflichtig sein:
- Manometer im Belüftungskreis
- Druckschalter und Druckbegrenzer (bei elektronischen Systemen)
- Rückschlagventile im Druckluftsystem
Armaturservice bei PHS Magnum — Ablauf
- Vollinspektion aller Ventile und Manometer — Plomben, Gültigkeitsdaten, physischer Zustand, Fabrikat-/Typübereinstimmung mit Behälterdokumentation
- Komponenten-Liste erstellen — was kalibriert werden muss, was getauscht wird, was in Ordnung ist
- Kalibrierung / Legalisierung — an akkreditiertes Labor oder vor Ort durch zertifizierten Techniker
- Tausch nicht-konformer Teile — aus dem vorgehaltenen Lager für gängige Aufliegertypen
- Neukalibrierung Sicherheitsventil — Ansprechdruckeinstellung, Drucktest, Verplombung
- Dokumentation — Kalibrierungszertifikate und Austauschnachweis für die Fahrzeugakte
Dieser Service ist optimal in die TDT-Druckbehälterprüfung integriert — ein einziger Servicebetriebbesuch, vollständige Armaturkonformität, kein Ablehnungsrisiko bei der TDT-Prüfung.
Häufige Fehler und warum sie teuer werden
Fehler 1: Ventillegalisierung erst beim Prüfer daran denken. Die TDT-Prüfung ist gescheitert, das Fahrzeug steht — und ein Eilservice für Ventilkalibrierung lässt sich kurzfristig meist nicht organisieren. Besser: Armaturcheck 4–6 Wochen vor der TDT-Prüfung.
Fehler 2: Eigenreparatur am Sicherheitsventil. Einstellung des Ansprechdrucks erfordert akkreditierte Ausrüstung und zertifizierte Fachkraft. Eigene Einstellung ohne Dokumentation wird vom TDT-Prüfer nicht akzeptiert.
Fehler 3: Ventil mit beschädigter Plombe selbst verplomben. Die Plombe muss von der durchführenden Stelle stammen — eine selbst angebrachte Plombe ist wertlos.
Kontakt und Termin
Preis auf Anfrage nach Inspektion — abhängig von der Komponentenanzahl und dem Zustand.
Telefon: +48 602 716 551 | Roland Sobota (TDT): +48 504 788 385 E-Mail: biuro@magnumchorula.pl
Verwandte Seiten: Druckbehälterprüfung · TDT-Revision · Spitzer-Service · Feldbinder-Service

