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Lackierrenovierung

Lackierrenovierung Siloauflieger nach Unfall: Sandstrahlen Sa 2,5, Epoxidgrundierung, PUR-2K-Lack, ADR-Kennzeichnungen, Logos. PHS Magnum Chorula bei Oppeln.

Lackierrenovierung eines Siloaufliegers nach Unfall — PHS Magnum

Kurz gefasst

Die Lackierrenovierung ist die letzte Etappe der Unfallreparatur eines Siloaufliegers: Sandstrahlen bis zum Reinheitsgrad Sa 2,5, Epoxidgrundierung, zwei Schichten PUR-2K-Lack und Wiederherstellung der ADR-Kennzeichnungen sowie Logos. Der Lack ist der Korrosionsschutz von Behälter und Rahmen, keine Kosmetik. Wir arbeiten in der eigenen Kabine in Chorula (Siloauflieger bis 13 m). Fragen Sie nach einem Angebot.

Lackierrenovierung — der Abschluss der Unfallreparatur

Nach allen mechanischen Arbeiten (Rahmenrichten, Tankschweißen, Achswechsel) — braucht der Siloauflieger die äußere Lackierrenovierung. Das ist keine Kosmetik — der Lack ist der Korrosionsschutz von Behälter und Rahmen, kritisch für den langjährigen Betrieb.

PHS Magnum verfügt über eine dedizierte Lackierkabine in Chorula (kompletter Siloauflieger bis 13 m Länge). Das volle Paket vom Sandstrahlen bis zu den finalen Kennzeichnungen.

Ablauf der Renovierung — Schritt für Schritt

Schritt 1: Demontage des Zubehörs

Vor der Lackierung entfernen wir Elemente, die:

  • zerstört werden könnten (Kunststoffabdeckungen, Dichtgummis, Etiketten)
  • mit Lack bedeckt würden (Ventile, Manometer, Kabel)
  • den Zugang behindern könnten (Schutzabdeckungen, Leitern)

Die Demontage wird dokumentiert — alle Elemente liegen in Kisten mit der Aufliegernummer.

Schritt 2: Sandstrahlen Sa 2,5

Das Sandstrahlen ist die Schlüsseletappe für die Haltbarkeit der gesamten Beschichtung. Standard Sa 2,5 (ISO 8501-1):

  • Entfernung aller Verunreinigungen, Oberflächenkorrosion und Altlackschichten
  • Oberfläche nach dem Strahlen: hell metallisch, einheitlich
  • Rauheitsprofil: 50–75 µm (optimal für die Haftung der Grundierung)
  • Strahlmittel: Stahl- oder Korundstrahlgut je nach Aufliegerwerkstoff

Kompromisslos: jede unter dem neuen Lack belassene Altschicht = Delaminationsrisiko in der Zukunft. Deshalb Sa 2,5 und nicht bloß mechanische Reinigung.

Schritt 3: Epoxidgrundierung (60–80 µm)

Die erste Schicht nach dem Strahlen — Epoxid-Korrosionsschutzgrundierung.

  • Zusammensetzung: Epoxidharz + Härter (2K-System)
  • Mischzeit: 5–15 Min. ab Härterzugabe
  • Verarbeitungszeit (Pot Life): 4–8 Stunden
  • Trocknung: 24 h bei Raumtemperatur, 4–6 h bei forcierten 45 °C
  • Schichtdicke: 60–80 µm

Die Epoxidgrundierung liefert:

  • ausgezeichnete Haftung am Metall
  • den grundlegenden Korrosionsschutz
  • die Basis für den Decklack
  • mechanische Festigkeit

Schritt 4: Schleifen + Basisschicht

Nach dem Aushärten der Grundierung:

  • Leichtes Schleifen (Papier P320–P500) zur Oberflächenvorbereitung
  • Entstauben mit Druckluft + Reinigung mit Alkohol
  • Applikation der Basisschicht (bei Mehrkomponentensystemen)

Schritt 5: Decklack PUR 2K (80–100 µm, zweifach)

Hauptlack — 2-Komponenten-Polyurethan:

  • ausgezeichnete UV-Beständigkeit (Farbe verblasst 10+ Jahre nicht)
  • hohe chemische Beständigkeit (Zementstaub, Chemikalien, Kraftstoffe)
  • mechanische Härte (Kratzfestigkeit)
  • Glanz oder Matt nach Kundenanforderung

Applikation:

  • Erste Schicht: 80–100 µm
  • Trocknung 24 h (oder 4–6 h bei 45 °C)
  • Zweite Schicht: 80–100 µm
  • Endgültige Systemdicke: ~250–300 µm (Grundierung + 2× Lack)

Aufbau des Beschichtungssystems — Übersicht

SchichtFunktionDickeTrocknung
Sandstrahlen Sa 2,5Metallvorbereitung, RauheitsprofilProfil ~50–75 µm
Epoxidgrundierung 2KHaftung + Korrosionsschutz60–80 µm24 h / 4–6 h bei 45 °C
Lack PUR 2K — Schicht 1UV- und Chemikalienbeständigkeit80–100 µm24 h / 4–6 h bei 45 °C
Lack PUR 2K — Schicht 2Deckkraft, Glanz/Matt, Härte80–100 µm24 h / 4–6 h bei 45 °C
System gesamtkompletter Schutz~250–300 µm

Die forcierte Trocknung in der Kabine (45 °C) verkürzt den Zyklus jeder Schicht von ca. 24 h auf 4–6 h und beschleunigt die Rückkehr des Fahrzeugs in den Einsatz ohne Qualitätsverlust der Vernetzung.

Schritt 6: Kennzeichnungen und Logos

Nach dem Aushärten des Lacks:

Pflichtkennzeichnungen:

  • Orangefarbene ADR-Tafel (falls Gefahrenklasse)
  • UN-Nummer + Gefahrenklasse (für Gefahrgut)
  • Amtliches Kennzeichen des Fahrzeugs
  • Typenschilder (Behälter, Fahrwerk)

Kommerzielle Kennzeichnungen:

  • Firmenlogo des Kunden (UV-beständige Selbstklebefolien 3M / Avery Dennison)
  • Kontaktdaten (Telefon, E-Mail — nach Bedarf)
  • Interne Flottennummer

Sicherheitskennzeichnungen:

  • Warnaufkleber (Hochspannung, Druckbehälter usw.)
  • Identifikationsnummern für den Fahrer (bei schneller Beladung)

Schritt 7: Qualitätskontrolle und Abnahme

  • Sichtkontrolle der gesamten Oberfläche
  • Schichtdickenmessung (digitales Trockenschicht-Messgerät)
  • Haftungstest (Tape-Test, Gitterschnitt nach ISO 2409)
  • Fotodokumentation
  • Renovierungsprotokoll für die Fahrzeugakte

Besondere Anforderungen

ADR-Auflieger

Die Renovierung von ADR-Aufliegern erfordert:

  • zertifizierte Lacksysteme mit ADR-Attest
  • Kennzeichnungen gemäß ADR-Übereinkommen (Farben, Schriften, Anordnung)
  • Dokumentation des Aufkleber-/Etikettenherstellers
  • ADR-Inspektion vor der Rückkehr in den Einsatz

Food-grade-Auflieger

Bei Lebensmittelaufliegern können die Außenlacke Standard sein (die Außenfläche hat keinen Lebensmittelkontakt). ABER — bei der Renovierung des Behälterinneren (nach Unfallreparatur von innen) — ist die Passivierung des Edelstahls + Reinheitszeugnis erforderlich.

Chemie-Auflieger

Erforderlich ist die Dokumentation der Lackverträglichkeit mit dem transportierten Medium (falls Außenkontakt infolge einer Undichtigkeit möglich ist).

Kontakt

Nach einem Unfall oder bei geplanter Beschichtungsrenovierung des Siloaufliegers — senden Sie Fotos der Schäden, und wir erstellen ein schriftliches Angebot für Sie und den Versicherer. Fragen Sie nach einem Angebot.

Tel.: +48 504 788 385
biuro@magnumchorula.pl

Wir nehmen Fahrzeuge aus Polen und dem DACH-Markt (DE, AT, CH) an. Das Angebot auf Fotobasis erstellen wir aus der Ferne. Basis: Chorula bei Oppeln, Polen.

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Häufig gestellte Fragen

Der volle Zyklus: 1) Demontage des Zubehörs (Abdeckungen, Kennzeichnungen, Dichtgummis); 2) Sandstrahlen bis Sa 2,5 (Reinheitsgrad des Metalls); 3) Epoxidgrundierung (Korrosionsschutzschicht, 60–80 µm); 4) Schleifen + erste Basisschicht; 5) Hauptlack PUR 2K (zweifach, 80–100 µm); 6) Wiederherstellung der ADR-Kennzeichnungen und Logos.

Sa 2,5 ist der Standard-Reinheitsgrad der Oberfläche nach dem Sandstrahlen gemäß ISO 8501-1. Oberfläche nach Sa 2,5: 'sehr gründliches Strahlen' — praktisch alle Verunreinigungen, Korrosion und Altbeschichtungen sind entfernt. Der geforderte Standard für Premium-Korrosionsschutzanwendungen (z. B. Chemie- oder Food-grade-Auflieger).

Premium: 2-Komponenten-Polyurethan (PUR 2K) — hohe chemische, UV- und mechanische Beständigkeit. Marken: Mipa, PPG, Akzo Nobel, BASF Glasurit. Farbe: RAL (europäisches System) oder nach Kundenmuster. Für ADR-Auflieger: zertifizierte Lacksysteme mit ADR-Attest (nichtreflektierende Identifikationskennzeichnungen).

Ja. ADR-Kennzeichnungen (Gefahrenklasse, UN-Nummer, Tunnelcode, orangefarbene Tafel) werden gemäß ADR-Übereinkommen und den Vorgaben des Versenders wiederhergestellt. Wir verwenden UV- und hochdruckbeständige Selbstklebefolien (3M, Avery Dennison) oder Applikationen über Vertriebsnetze. Mit Dokumentation: Bescheinigung der ADR-konformen Ausführung.

Die Renovierung der äußeren Behälterbeschichtung allein (ohne Eingriff in die Druckkonstruktion) erfordert **keine** TDT-Prüfung. Der Außenlack ist Korrosionsschutz, kein Konstruktionselement. ABER wenn bei der Renovierung auch Schweißarbeiten oder Reparaturen am Tragrahmen ausgeführt wurden — dann TDT-Prüfung gemäß den jeweiligen Verfahren.

Vollrenovierung eines Siloaufliegers 55–65 m³: 7–10 Arbeitstage. Etappen: Sandstrahlen 1–2 Tage, Grundierung 1 Tag + 24 h Trocknung, Hauptlack 2 Tage (zwei Schichten + 24 h dazwischen), Kennzeichnungen 1–2 Tage, Abnahme und Kontrolle 0,5 Tage. Bei kleineren Arbeiten (z. B. nur eine Behältersektion nach Reparatur) — kürzer.

Ja. Lackierkabine mit Lüftungs-, Filter- und Heizsystem in der Halle von PHS Magnum in Chorula. Kapazität: kompletter Siloauflieger bis 13 m Länge. Kontrollierte Temperatur (10–30 °C), Luftfeuchte <65 %. Zyklus: Applikation + forcierte Trocknung (45 °C für PUR 2K, verkürzt die Trocknungszeit von 24 h auf 4 h).

Die Renovierung nach Unfall ist der volle Zyklus vom Sandstrahlen Sa 2,5 bis aufs blanke Metall, Epoxidgrundierung und zwei Schichten PUR-2K-Lack, oft kombiniert mit Karosseriereparatur und Wiederherstellung der ADR-Kennzeichnungen. Die Lackauffrischung ist in der Regel Reinigung, punktuelles Schleifen und eine einzelne Deckschicht. Nach einem Unfall zählt die Wiederherstellung des vollständigen Korrosionsschutzes, nicht nur die Optik — deshalb lohnt es sich nicht, Etappen zu verkürzen.

Lack auf einer alten, beschädigten oder schlecht haftenden Beschichtung erbt deren Mängel — nach einiger Zeit löst er sich flächig ab (Delamination), und darunter entwickelt sich von außen unsichtbare Korrosion. Sandstrahlen bis Sa 2,5 entfernt alle Altschichten und erzeugt ein Rauheitsprofil, an das sich die Epoxidgrundierung dauerhaft bindet. Deshalb beginnt eine Vollrenovierung mit der Reinigung bis aufs blanke Metall.

Nein — die beschriebene Renovierung betrifft die Außenbeschichtung von Behälter und Rahmen. Das Innere eines Lebensmittel- oder Chemiebehälters hat eigene Anforderungen: bei Edelstahl sind das Passivierung und Reinheitszeugnis, kein Lack. Hat der Unfall den Mantel von innen beschädigt, planen wir die Innenarbeiten separat, einschließlich einer eventuellen TDT-Prüfung nach dem Schweißen.

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